Direkt zum Hauptbereich

Tag 13: 04.11.2019 Inle See (Inlay Lake) und leichtes Fieber

Heute geht es auf eine knapp 2 stündige Fahrt zum 2. High-Light dieser Reise: Der Inle See (Inlay Lake).

Wobei hier schon eine Doppelung im Namen ist, wie beim weißen Schimmel. In bedeutet wohl so viel wie klein und Lay soviel wie See. Also ist der Begriff Inlay schon vollständig und bedeutet kleiner See. Soviel zur Sprachhygiene ;-) Hätten wir das also auch abgearbeitet.

Zunächst steuern wir aber eine  Apotheke an: Schnupfenspray muss gekauft werden. In Nyaung Shwe werden wir fündig. Das ist im Nordosten der Hauptort am See.

Shwe bedeutet übrigens so viel wie Gold. Shwedagon Pagode, Shwezigon Pagode usw. Alles sehr goldig ;-)

Dagon bedeutet 3 Hügel. Die alte Hauptstadt Rangun (heute Yangon) hieß auch mal Dagon, weil sie auf 3 Hügeln errichtet wurde. Schön, dass es für alles eine Erklärung gibt.

Shwedagon bedeutet also die drei goldenen Hügel? Na irgendwie so.

Als nächstes eine Bootsfahrt auf dem Inle See. Wieder mal hatte ich mir anders vorgestellt. Schön in Ruhe im Schatten.

Ich finde mich in einem Longtail Boot tief unten in der prallen Sonne wieder. ich denke, wenn ich hier rauskomme, dann sehe ich aus wie ein halbgares Grillhähnchen. Aber es gibt zum Glück Regenschirme, um sich wenigsten ein wenig vor der hochstehenden Sonne zu schützen. Ich bin halt ein Weißbrot, da ist nix zu machen.

Tief unten im Boot, Schirm in beiden Händen. Wie soll ich da fotografieren. Genießen sie die Fahrt.

Simone sitzt hinter mir. Unterhaltung aufgrund des offenen Motors nicht möglich. Ich kenne die Longtails ja bereits aus Thailand. 1 Tag ohne Gehörschutz und man ist fast taub.

Gesundheitlich bin ich auch nicht auf der Höhe. Schnupfen, Kopf- und Gliederschmerzen. Ich glaube ich habe etwas Fieber.

Wir schaffen noch die schwimmenden Gärten, eine Pagode und die "Einbeinruderer".

Diese Jungs sind wahre Gleichgewichtskünstler.

Sie stehen mit einem Bein am Bug ihres wackeligen Bootes, rudern mit dem anderen Bein und lassen mit den Händen ihre Fangkörbe ins Wasser. Ich würde wahrscheinlich alleine beim Versuch auf einem Bein zu stehen einen Abgang ins Wasser machen, ohne Haltungsnoten.

Aber nach dem Mittagessen geht bei mir nix mehr. Bin total fertig und die Hitz gibt mir den Rest. Am nächsten Tag steht sowieso nur ein halber Tag Programm auf der Agenda und so verschieben wir das einfach auf morgen.

Unser Resort "Ananta Inlay" erreichen wir standesgemäß auf dem Wasserweg. Anders als auf dem 1:11 Minuten langen Intro-Film des Resort zu sehen werden wir nicht am Steg abgeholt und marschieren gefühlt 500 m bei praller Hitze zum Check In. Ich glaube zu verbrennen, aber das ist wahrscheinlich der Erkältung geschuldet.

Jetzt gilt nur noch: Schlafen und ausruhen. Simone geht es zum Glück gut. Hoffentlich kann ich am nächsten Tag mitgehen.

Abendessen lassen wir aufs Zimmer kommen, aber ich kann keinen Bissen essen.

Manchmal verliert man, manchmal gewinnen die anderen ;-)

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Tag 8: 30.10.2019 Pakokku, Monywa und der Sonnenuntergang

Heute geht es weiter Richtung Norden entlang des Iddawady River nach Monywa. Doch zuerst Zwischenstopp in Pakokku. Hier besuchen wir einen lokalen Markt oder besser: DEN lokalen Markt dieser Region. In schier endlosen Gängen wird hier alles angeboten, was man zum täglichen  Leben benötigt. Allerlei für uns uns unbekannte Lebensmittel, über Haushaltswaren bis hin zu Bekleidung. Lauter kleine Verkaufsstände von zahllosen Händler reihen sich unter Wellblech und Planen aneinander. Es wirkt geschäftig und wuselig, aber niemand spricht uns an. Normalerweise sind wir gewohnt, permanent von Händlern zum Kauf gedrängt zu werden. Die Gerüche sind ungewohnt und teilweise streng. es riecht nach vergorenem Fisch und Fleisch und allerlei Gewürzen. Hier scheint es nichts zu geben, was es nicht gibt. Anschließend besuchen wir das Kloster Pakhangyi. Das von 255 Teakholzstämmen gestützte Holzkloster ist das größte und wichtigste Kloster Oberburmas. So lautet jedenfalls der Kommentar im ...

Tag 11: 02.11.2019 Mingun, Mandalay und Fotografen-Glück

Heute Morgen nimmt uns Momo mit auf eine Fähre. Wir fahren auf die andere Seite des Ayeyarwady nach Mingun. Nachdem wir die übliche Heizdeckenveranstaltung hinter uns gebracht haben gehen wir von Bord und marschieren einen kurzen Weg bei bereits wahnsinniger Hitze zur unvollendeten Pagode. Die Mingun Pagode (oder auch Mantara Gyi Pagode) sollte ursprünglich die größte bzw. höchste Pagode der Welt werden (152m). König Bodawpaya wollte mit dem gewaltigen Bau seine Macht zur Schau stellen. Der Baubeginn war 1790. Dazu kam es nach mehr als 20 Jahren Bauzeit aber nicht, da man nach dem Bau des gewaltigen Sockels keine Fachkräfte hatte, die hätten sagen können, wie das funktionieren soll. Heute steht also nur ca. 1/3, denn der Sockel ist 52 m hoch. Beim großen Erdbeben von 1838 stürzten Teile der Pagode ein. Ebenso wurden 2 gewaltige Cinthes (löwenähnliche Figuren), die die Pagode bewachen sollten wurden ebenfalls zerstört. Ein ca. 5 m großes Modell der fertigen Pagode ist am R...

Bilder Teil 5